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Diese Webseite steht im Zeichen der Kampfkunst und bietet einige ausgesuchte Informationen
zu Kampkünsten aus der ganzen Welt.
Kampfkunst
Traditionelle Kampfkünste sind oft mit dem Ziel entwickelt worden, die Ausübenden für
paramilitärische Kampfeinsätze vorzubereiten. Daher sind viele Kampfkünste waffenlos (etwa
Karate, Ju Jitsu, Wushu(Quanfa)) oder beruhen auf der Anwendung primitiver oder
improvisierter Waffen (Kobudo). Aber auch der Umgang mit höher entwickelten Waffen ist in
bestimmten Traditionen stark formalisiert worden (zum Beispiel Kyujutsu und Kenjutsu). Manche
Kampfkünste richten sich schwerpunktmäßig auf die charakterliche Ausbildung (DO Wege)
(Shotokan, Iaido, Kyu-do, Shotokai). Dabei entwickeln sie sich von der Einübung echter
Gewaltanwendung weg und hin zu rituellen Praktiken. So gut wie alle Kampfarten im
asiatischen Raum beruhen auf dem Buddhismus und viel Action.
Moderne Kampfkünste, sowie moderne Interpretationen der traditionellen Lehren, werden vor
allem mit dem Ziel der körperlichen Ertüchtigung ausgeübt. Teils steht hier auch der Sieg
im Wettkampf als Endziel im Vordergrund. Hier ergibt sich ein unscharfer Übergang zum
Begriff des Kampfsports. Ein weiteres modernes Motiv ist das der individuellen
Selbstverteidigung. Formalisierte Systeme in der militärischen und polizeilichen Ausbildung
können gemäß der obigen Definition auch unter den Begriff der Kampfkunst fallen, soweit die
körperliche Auseinandersetzung oder Unterwerfung eines Gegners im Mittelpunkt steht. Ob
dies auch für die Ausbildung an Schusswaffen gilt, ist umstritten.
Kampfkünste haben sich überall dort entwickelt, wo Menschen Auseinandersetzungen mit
anderen Menschen hatten. Die ältesten Traditionen finden sich in Süd-, Südost- und Ostasien.
Die von dort stammenden Kampfkünste sind besonders stark ritualisiert und mit
philosophischem und religiösem Denken und Handeln verbunden. Dies steht im Zusammenhang mit
einer in diesen Teilen der Welt dominierenden introspektiven Weltsicht.
In der westlichen Kultur richtete sich die Aufmerksamkeit des Menschen seit Alters her
stärker auf die Außenwelt und das Machbare. So ist zu erklären, dass in Europa zwar
hochentwickelte Waffen (insbesondere Schusswaffen), aber keine vergleichbare
Kampfkunsttradition entstanden. Am ehesten können die drei olympischen Disziplinen Boxen,
Ringen und Pankration im antiken Griechenland, sowie die Ritterorden des Mittelalters mit
ihren Ehrenkodizes als entsprechende Ansätze gewertet werden.